In Möglichkeiten oder Problemen denken

Was passiert, wenn wir nicht mehr nur in Problemen denken, sondern uns bewusst für Möglichkeiten entscheiden? In diesem persönlichen Beitrag schreibe ich über Angst vor der Zukunft, mentale Blockaden und die Kraft kleiner Perspektivwechsel. Ein Coaching, ein Kinderbuch und eine Zeichnung haben mir geholfen, über meine inneren Wolken zu steigen. Vielleicht hilft dieser Text auch dir, deine Denkmuster zu hinterfragen – und über dich hinauszuwachsen.

Grenzen setzen wir uns im Kopf.

Ich habe diesen Satz lange nicht verstanden, weil ich zwar die Grenzen spüren konnte, sie aber für das Ende hielt.
Wie in der Zeit, als wir dachten, die Erde sei eine Scheibe – an ihrem Rand angekommen, würden wir einfach herunterfallen.
Mit den Grenzen im Kopf ist es in der Realität aber anders:
Sie sind da, aber sie lassen sich verschieben oder gar aufheben, und …
… dahinter geht es weiter.

Von wegen „vom Rand fallen“ oder „vor eine Wand laufen“.

Schon seit einer ganzen Weile weiß ich, dass mein innerer Fokus immer erst einmal auf dem liegt, was nicht funktioniert – auf dem, was ich nicht kann, was ich nicht weiß und was schiefgehen könnte.
Gerade der Blick in die Zukunft ist für mich immer eher in Grautönen gehalten – bis hin zu tief Schwarz.
Sie macht mir Angst, diese Zukunft.

Durch verschiedene Techniken versuche ich, diesen Fokus zu verschieben, indem ich mir Erfolge notiere und am Abend zusammenfasse, was an diesem Tag schön war.
Ja, mein Fokus hat sich verändert, und ich kann rückblickend die Welt heller wahrnehmen.

Doch was ist mit der Schwarzmalerei in Bezug auf die Zukunft?
Ja, daran scheiterte ich bis jetzt.
Es gelang mir einfach nicht, die aufkommenden Ängste zu überwinden.

Immer wenn ich an schwierige Situationen in der Zukunft denke, überrollt mich eine Welle der Angst.
Schweiß tritt aus, mein Puls erhöht sich, ich werde sichtlich nervös.
Manchmal, wenn ich an Kundentermine oder an die Zukunft meiner Selbstständigkeit denke, wird mir sogar richtig schlecht – weil ich nur Dinge sehe, die schiefgehen könnten, die ich noch nicht lösen kann.
Herausforderungen von beinahe biblischem Ausmaß, denen ich zum jetzigen Zeitpunkt weder gewachsen bin noch weiß, wie ich sie angehen soll.
Der Puls rast dann immer mehr, ich werde panisch und möchte am liebsten meinen Kopf in den Sand stecken, mich verbarrikadieren und nichts mehr hören oder sehen.

Doch das ist keine Lösung.
Denn wenn es um Ziele geht, die ich erreichen möchte, muss der Kopf oberhalb des Sandes sein. Aber wie gelingt mir das?

Das Buch Ein Hund namens Money von Bodo Schäfer – in dem es tatsächlich um Finanzen geht – bringt einen entscheidenden Hinweis. Denn Geld verdienen geht nicht ohne das richtige Mindset.

In diesem Fall ist die Hauptprotagonistin ein kleines 12-jähriges Mädchen namens Kira. Sie möchte sich große Wünsche erfüllen – einen Laptop und einen Schüleraustausch nach Amerika. Ihre Eltern und Verwandten können sie finanziell nicht unterstützen, und mit 12 Euro Taschengeld liegen ihre Wünsche in weiter Ferne.

Doch dann trifft sie einen sprechenden Hund, der auf wundersame Weise zu ihrem Mentor wird.
Kira denkt – wie ich – in Problemen. Jede Idee, ihr Einkommen zu vermehren, sabotiert sie selbst mit Einwänden:
„Andere haben es leichter. Ich bin zu jung. Was, wenn es schiefgeht? Ich bin ein Mädchen.“

Ihr Mentor bringt den entscheidenden Wandel: das Denken in Möglichkeiten. Mit dem Blick auf das, was möglich ist, mit dem, was da ist, und dem, was sein kann, erweitert sich der Horizont und Handlungsspielraum für Kira.
Immer wieder fällt sie in die Problemspirale – und immer wieder erinnert sie das Buch, in Form des Hundes, Freunden und neuen Bekannten, sich an Möglichkeiten zu erinnern.

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*lediglich Versand- und Lagerkosten fallen an.
Tusche Zeichnung Aquarell Collage In Möglichkeiten denken
MÖGLICHkeiten, 11.06.2025

Ich empfand das als so inspirierend, dass ich sogleich eine Zeichnung begann:
Eine Skyline. Auf der Fassade des höchsten Turms steht das Wort „Möglichkeit“.
Darunter: dicke, dunkle Wolken.

Wenn ich unterhalb der Wolken stehe und in den Himmel schaue, sehe ich nur Probleme – der Himmel ist grau, der Ausblick begrenzt.
Erhebe ich mich aber über diese Wolken, hinaus aus dem problemfokussierten Denken,
dann kann ich über die Wolken schauen, sehe den blauen Himmel und kann in unendliche Weiten vordringen.
Meinen Träumen sind keine Grenzen gesetzt.

Diese Zeichnung erinnert mich täglich daran, dass es nur eine Entscheidung ist, in Möglichkeiten zu denken.
Natürlich ist mein Hirn jahrelang darauf konditioniert worden, Probleme hinter jeder Ecke zu vermuten.
Und deshalb ist es nicht von heute auf morgen so, dass ich nur noch Möglichkeiten sehe –
aber: Ich habe es mir bewusst gemacht.
Und das ist immer der erste Schritt.

Heute im Coaching nahm ich mir vor, meine negativen Gedanken draußen zu lassen.
Ich konnte eindrucksvoll beobachten, wie eine innere Stimme immer wieder Kommentare einwarf:
„Ja, aber das ist doch gar nicht so einfach machbar … Was ist, wenn die Ressourcen nicht ausreichen? Was, wenn ich wieder den Kopf in den Sand stecke …?“

Und da habe ich mich selbst überlistet:
Für jeden Einwand suchte ich drei Möglichkeiten, ihn zu entkräften.

Und tatsächlich fand mein Kopf auch dann wieder Probleme – und ich präsentierte ihm drei neue Möglichkeiten.
Das machte mir so viel Spaß!
Plötzlich konnte ich die Angst vor dem Scheitern und vor der Zukunft mit Argumenten und Alternativplänen entkräften.

Ich schaute vom Wolkenkratzer hinab – anstatt nur unter der Wolkendecke zu denken.

Was für ein Gefühl!
Ich war mit diesem Fokus-Shift einem 40-jährigen Gefängnis entstiegen.

Und über den Wolken
wo die Freiheit grenzenlos ist, da sind es auch die Möglichkeiten.

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