Wer bist du?

Und welches Gesicht zeigst du der Welt?

Hinter meinen Masken

Authentisch zu leben klingt nach Freiheit, aber oft beginnt es mit Unsicherheit.
In diesem Beitrag teile ich, wie ich gelernt habe, meine Rollen zu hinterfragen, Masken abzulegen und Schritt für Schritt zu dem Menschen zu werden, der ich wirklich bin: nicht perfekt, aber sowas von einzigartig.

Was verbrirgt sich hinter deinen Masken?

Am Ende des Beitrags findest du außerdem eine wirkungsvolle Übung, mit der du deinen eigenen sozialen Rollen auf die Spur kommst – und vielleicht ein Stück näher zu dem was hinter deinen Masken liegt.
Direkt zur Übung springen
Dieter Lange stellte einmal die Frage: „Wer bist du abseits all deiner Rollen? Wer bist du, wenn du nicht mit deinem Job, deiner Position in der Familie und deinem Beziehungsstatus identifiziert bist?“

Das war eine gute, aber auch sehr schwierige Frage. Wer bin ich, abseits der Rolle der Tochter, der Freundin, der Designerin, was bleibt übrig? Ist es wirklich wahr, dass Jeder von uns, je nach Kontext, andere Rollen spielt und sich dementsprechend anders verhält? Bedeutet dies, dass ich nicht authentisch bin, wenn ich in einer dieser Rollen stecke?
Über die Zeit stellte sich für mich heraus, dass ich in vielen Rollen stecke und mich tatsächlich, abhängig vom Kontext, unterschiedlich verhalte. Oft ist dies unbewusst. Aber ich stelle fest, dass ich nicht nur Rollen einnehme, sondern auch selbst kreiere. Die Rolle der folgsamen und fleißigen Tochter, die der aufregenden und lustigen Partnerin oder die der starken Frau, die alles unter Kontrolle hat. Alles auf Basis von Glaubenssätzen, die tief in meinem Unterbewusstsein verankert sind. Ich habe erkannt, dass diese Rollen eine Art Maske sind, die ich der Welt zeige, um etwas in mir zu verstecken, aus Angst, meinem Gegenüber nicht zu gefallen. Im Kern trifft dies die Idee des Selbstwertes. Ich bin froh, dies für mich erkannt zu haben und ich arbeite daran, Maske für Maske, Rolle für Rolle abzulegen, um mein authentisches Selbst zu sein.

Was bringt mir das? Ich habe mehr Energie, denn Teile meiner Persönlichkeit zu verstecken kostet Kraft. Gleichzeitig verrate ich mich und mein Selbst nicht mehr, in dem ich mein optimiertes Selbstbild nach außen trage.
Das Schönste daran ist, dass ich lerne mich mit all meinen Facetten zu akzeptieren. Ich gebe anderen zudem damit die Möglichkeit mich wirklich kennenzulernen – mich, Juliane Fricke. Ich bin ein einzigartiger Menschen und keine „übergeformte Juliane Fricke“ mit einem Überraschungseffekt als Kern. Ohne Zweifel braucht es Mut zu erkennen, dass es unmöglich ist nicht allen Menschen zu gefallen. Es braucht Mut sich einzugestehen, dass das Gefallen-Wollen durchaus mit Selbstaufgabe verbunden sein kann. Aber mit einem authentischen Ich gefalle ich den Menschen, die zu mir passen.

Wichtig ist zu erkennen, wie viel Gewicht die Meinung anderer für einen selbst hat. Wie sehr ich mich von den Erwartungen und Lebensentwürfen anderer beeinflussen lasse, ist eine Entscheidung die ich, wenn ich genau hinsehe, treffen kann.

Alles fängt mit Selbstakzeptanz und der Liebe zu sich selbst an und das bringt mir Freiheit. Freiheit so zu sein, wie ich wirklich bin.
Wichtig ist zu erkennen, wie viel Gewicht die Meinung anderer für einen Selbst hat. Wie sehr ich mich von den Erwartungen und Lebensentwürfen anderer beeinflussen lasse ist eine Entscheidung die ich, wenn ich genau hinsehe, treffen kann.

Was andere von mir denken
geht mich nichts an.

Terry Cole-Whittaker

Freiheit, und zwar jetzt
Ich werde nie mehr sein, was ich soll
Sondern werden wie ich bin
Ich wag den Ausbruch, drück Reset
Vis ta vie! Nicht morgen, sondern jetzt

Liedzeile aus dem Song “Jetzt” von Irie Révoltés
Übung

Deine Rollen – und wer du noch bist?

Übung

Deine Rollen – und wer du noch bist?

Wir alle schlüpfen im Alltag in verschiedene Rollen: Mutter, Sohn, Sportlerin, Kreative, Partner, Deutsche, Freundin, Designerin.
Diese Rollen geben uns Struktur – aber sie formen auch unser Selbstbild. Oft unbewusst.
Wenn ich sage: „Ich bin Designerin“, hören andere sofort mit: kreativ, chaotisch, extrovertiert, vielleicht ein bisschen schräg.
Und je öfter ich das höre, desto eher beginne ich, diese Eigenschaften auch selbst zu erfüllen – weil sie zur Rolle gehören.
Doch: Bin ich das auch in anderen Rollen? Bin ich als Tochter oder Freundin genauso? Und was bleibt übrig, wenn ich mal keine dieser Rollen spiele?

Diese Übung hilft dir, dich selbst klarer zu sehen.
Sie öffnet dir den Blick für die vielen Rollen, die du im Leben eingenommen hast, bewusst oder unbewusst 
und dafür, wie stark sie dein Denken über dich selbst beeinflussen.

Du erkennst:

  • Welche Eigenschaften du deinen Rollen zuschreibst

  • Welche Erwartungen dahinterstecken

  • Wo du dich vielleicht begrenzt oder einengst

  • Und vor allem: Wer du bist jenseits all dieser Zuschreibungen

Lad dir hier eine kostenfreie PDF Vorlage herunter.
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